Gerlingen, 03.06.2011:
Für die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) spielt die Energiegewinnung aus Biomasse eine wesentliche Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung. Allerdings beobachte die ÖDP in letzter Zeit einige Fehlentwicklungen, die so nicht hinnehmbar seien, erklärte der Regionalgeschäftsführer Guido Klamt. Es bilde sich mancherorts eine Tendenz zu großen, zentralen Biomassekraftwerken heraus, die einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung entgegenliefen, insbesondere auch durch die Anlieferung der Biomasse aus großen Entfernungen. Die ÖDP setzt sich hingegen für kleinere Anlagen ein, die ihre Brennstoffversorgung aus dem direkten Umfeld decken können.
Nicht weniger wichtig sei die Abkehr von „Mais-Monokulturen“ für die Biomasseproduktion. Dennoch müsse der aktuelle Trend zur verstärkten Nutzung von einjährigen Getreidearten wie Weizen, Roggen und Triticale im Auge behalten werden, da viele Menschen die Verwendung von Brotgetreide zu Energiezwecken aus ethischen Gründen ablehnten.
Effiziente Energiepflanzen würden immer noch vernachlässigt, d.h. es bestehe noch ein erheblicher Nachholbedarf bei mehrjährigen Arten aus verschiedenen Pflanzenfamilien, Gräsern und Gehölzen (Kurzumtriebsplantagen). Eine schlichte „Mobilisierung von Holzreserven“ sei da bei Weitem nicht ausreichend.
Die ÖDP fordert deutlich strengere Kontrollen für die sich immer stärker ausbreitende Massentierhaltung. Weitere Skandale wie Dioxin und BSE, Vogel- oder Schweinegrippe und Botulismusvergiftung durch Biogasanlagen bei Tier und Mensch sind sonst vorprogrammiert. Aus dem u.a. auch von Misereor und Greenpeace unterstützten Weltagrarbericht geht hervor, dass die heute weltweit praktizierte Landwirtschaft ein Hauptfaktor des Klimawandels und der Umweltzerstörung ist.
Es geht deswegen, gemäß dem ÖDP-Landtagswahlspitzenkandidaten und Landesvorsitzenden Bernd Richter „in der Landwirtschaft heute längst nicht mehr nur um Tierschutz, um die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort oder um die notwendige Erhaltung der klein strukturierten Betriebe der regionalen Landwirtschaft samt besseren Arbeitsbedingungen und erträglichem Einkommen der betroffenen Landwirtsfamilien. Bei der Lebensmittelproduktion geht es bereits um unser aller Leben, vor allem aber um das der nächsten Generationen auf dem Planeten Erde. “
Eine gesunde nachhaltige Ernährung gibt es nur mit einer regionalen, ökologischen und bäuerlichen Landwirtschaft und einer weitgehend pflanzlichen Ernährung. Nur so leben wir ökologisch nachhaltig. „Es darf nicht sein, dass riesige landwirtschaftliche Flächen in Form von Monokulturen in der sogenannten dritten Welt die Herstellung von Kraftfutter für die quälerischen Tierfabriken der Industrienationen produzieren und damit über die billigen Preise im Supermarkt der übermäßige Fleischverzehr in den reichen Ländern zusätzlich angekurbelt wird. Die reichen Länder ‚fressen‘ auf Kosten der armen“, so Bernd Richter.
Stuttgart, 12, Dezember 2009. „Frau Bundeskanzlerin, nutzen Sie die Gelegenheit und zeigen Sie Profil! Lösen Sie nach Verteidigungsminister Jung auch die Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ab! Rund 80 % der Bevölkerung will keine gentechnisch verseuchten Lebensmittel. Das wissen Sie so gut wie Frau Aigner", fordert Bernd Richter, der Landesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ödp) die Kanzlerin auf.
Der Landesverband Baden-Württemberg unterstützt daher die ödp-Mailingaktion an die BundeskanzlerinAngela Merkel
Dank dem Übereifer von Gemeinderäten und Bürgermeistern werden die meisten Schlachthäuser im kommunalen Besitz mit Ende dieses Jahres geschlossen. Die „EU-Verordnungen“ schrauben die hygienischen Anforderungen ab dem Jahr 2010 gnadenlos nach oben, erzwingen hohe Investitionen oder führen gleich zur Insolvenz der kleinen dezentralen kommunalen Schlachthäuser. Die Bundesregierung nimmt in Brüssel diese katastrophale Entwicklung widerstandslos hin.
Trotz des kürzlich erlassenen Verbots von Gen-Mais könnte die Risiko-Saat bald wieder auf unseren Feldern wachsen. Denn die EU-Kommission will zwei neue Sorten zulassen. Die Bundesregierung kann dies mit einem Nein im EU-Ministerrat noch mit verhindern. Doch bisher hat sie sich auf keine klare Position geeinigt - besonders Forschungsministerin Schavan stellt sich quer.
Ein Auszug aus dem Verhandlungspapier der FDP für die Koalitionsverhandlungen sagt ungeschminkt , was die FDP kaum der Bevölkerung offiziell vermitteln würde. Die Gentechnik soll in der Landwirtschaft Einzug erhalten. Die ödp kritisiert dieses Vorhaben scharf und ruft die Bevölkerung zu Widerstand auf. Setzen auch Sie sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein! Mehr.