Stuttgart, 12, Dezember 2009. „Frau Bundeskanzlerin, nutzen Sie die Gelegenheit und zeigen Sie Profil! Lösen Sie nach Verteidigungsminister Jung auch die Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ab! Rund 80 % der Bevölkerung will keine gentechnisch verseuchten Lebensmittel. Das wissen Sie so gut wie Frau Aigner", fordert Bernd Richter, der Landesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ödp) die Kanzlerin auf.
Der Landesverband Baden-Württemberg unterstützt daher die ödp-Mailingaktion an die BundeskanzlerinAngela Merkel
http://www.oedp.de/themen/ernaehrung-gesundheit/aktionen/oedp-fordert-ruecktritt-von-aigner.
Gemäß Bernd Richter versucht die Ministerin ihr Handeln zu verschleiern. Im Kampf um Stimmen von Wählerinnen und Wählern hat sie als Kandidatin vor der Bundestagswahl Medien wirksam die Genmaissorte „Mon810" verboten, kaum sitzt sie wieder fest im Amt, fällt sie bei einer ganz ähnlichen Entscheidung im EU-Agrarministerrat klamm heimlich um und stimmt der Einfuhr der gentechnisch veränderten Maissorte „MIR604" der Firma Syngenta zu. „Was ist an dieser Maissorte besser? Oder hat Syngenta mehr an Parteien gespendet als Monsanto?" fragt sich Bernd Richter. Diese Doppelmoral und dieses Hinters-Licht-Führen der Bevölkerung ist für ihn unerträglich. Die Deutschen wollen mehrheitlich keine Gentechnik veränderten Lebensmittel, auch nicht hinterrücks als Futtermittel in der Landwirtschaft.
Die ödp ist überzeugt, dass die Ministerin mit ihrem Abstimmungsverhalten nur der Gen-Lobby, aber nicht den Bauern in Deutschland nützt. "Produkte, die von mit Gentechnik gemästeten Tieren stammen, stoßen in Deutschland auf heftige Ablehnung. Die Landwirte laufen Gefahr, auf ihren Produkten sitzen zu bleiben."