Landesverband Baden-Württemberg

ödp fordert Wal- und Delphinmassaker umgehend zu stoppen

Öffentlicher Prozess am 22. Februar 2010 gegen die Wal- und Delphinmassaker vor dem Internationalen Gerichtshof Für Tierrechte in Genf 

ÖDP fordert Wal- und Delphinmassaker umgehend zu stoppen 

BADEN-BADEN/TÜBINGEN, 18.02.2010: Am kommenden Montag, den 22. Februar 2010, wird in Genf ein bedeutender Versuch unternommen werden, Wale und Delphine vor den gnadenlosen Häschern aus Japan, Norwegen und Island zu schützen. Diese Staaten sind bekanntlich dabei, ihre von der übrigen Welt geächteten Walfangprogramme noch auszuweiten. Neue Studien belegen, in welchem Ausmaß die Meeressäuger auch unter den Harpunenattacken der Fangflotten leiden.

Wale und Delphine gehören zu den intelligentesten Wesen auf unserem Planeten. Deshalb sollte es uns allen ein besonderes Anliegen sein, für diese beeindruckenden Organismen wirksame Schutzbestimmungen zu sichern - wenngleich unter ökologischem Aspekt alle Tiergruppen als schützenswert gelten müssen. Die ödp unterstützt daher uneingeschränkt die Ziele des oben genannten Prozesses.

Initiator dieser Aktion ist die nach Franz Weber benannte Stiftung im schweizerischen Montreux. Weber, der vor 26 Jahren große Bekanntheit erlangt hatte, als er auf dem kanadischen Eisschild vor Ort gegen die (neuerdings wieder enorm ausgeweitete) Robbenschlächterei zu Felde zog, begründete den "Internationalen Gerichtshof für Tierrechte". Diese Instanz wird am 22. Februar 2010 ihre Anklage gegen die Fischereiminister der genannten Länder richten; nach der Art eines Gerichtsverfahrens soll in Genf für den Schutz der Meeressäuger gegen weitere grausame Abschlachtung geklagt werden. 

Die Länder, die noch Walfangflotten betreiben (bzw. diese in den "International Whaling Commissions" unterstützen und den Bann der Ausweitung stürzen helfen), berufen sich oft auf kulturelle Tradition. Begegnen wir einer solchen Augenwischerei mit Protest! Walfang ist grausame, blutige Realität geblieben - damit auch nur eine unmenschliche Tradition.

Wie in vorausgegangenen Verhandlungen um andere Ziele des Tierschutzes in Genf und Brüssel, werden am 21./22. Februar wieder zahlreiche Vertreter von Organisationen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und aus weiteren EU-Ländern anwesend sein. 

Auch aus Kreisen der ÖDP werden Prozessbeobachter vor Ort in Genf sein. Von der Verhandlung erwartet die ÖDP ein Zeichen für den Artenschutz. Zudem mache sich die Partei für ein Importverbot für Meeressäuger nach Deutschland stark. Es gelte, die Tötungen von Robben, Walen und Delphinen umfassend zu ächten. Dazu gehöre es auch, alleine schon aus Vorbildcharakter, dass man sich als ÖDP dafür einsetze, dass die in Deutschland verbliebenen Delphinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg schnellstmöglich geschlossen würden. Delphinen geht es dort am besten, wo sie hingehören - in Freiheit.