Landesverband Baden-Württemberg

ödp Baden-Württemberg fordert: "Atomausstieg sofort - Energiewende jetzt!"

Anti-Atom-Kundgebung StuttgartStuttgart, 27.07.2010:
Anti-Atom-Kundgebung vor dem Umweltministerium in Stuttgart

"Atomausstieg sofort - Energiewende jetzt!" - unter diesem Motto stand am Samstag die Großdemonstration in Stuttgart, an der rund tausend Menschen teilnahmen. Wie schon bei den vorausgegangenen Demonstrationen beim Atomkraftwerk Neckarwestheim war auch die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP), die zu den Unterstützerinnen gehörte, mit zahlreichen Teilnehmern vertreten.

Die Partei bemängelt, dass die Landesregierung von Baden-Württemberg die Atomkraft fördert, beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland jedoch die "rote Laterne" ist. So beträgt beispielsweise der Anteil der Windenergie an der gesamten Energieerzeugung in Baden-Württemberg nur 0,81 %, also einen Bruchteil des Anteils in anderen Bundesländern. Bei der Sonnenenergie sieht es nicht viel besser aus. Die bereits installierten Solaranlagen gehen in diesem Bundesland weniger auf staatliche Förderung als auf das Umweltbewusstsein der Bürger zurück. Zielscheibe des Protestes der Demonstranten war vor allem der Energieversorger EnBW, dessen Strommix - aller Werbung für erneuerbare Energien zum Trotz - zu einem großen Teil aus Atomenergie besteht. Daher fordert der baden-württembergische Landesvorsitzende der ÖDP, Bernd Richter, die Bürger zu einem Wechsel des Stromanbieters auf. "Wenn die Landesregierung die Betreiber der Atomkraftwerke hofiert," so Richter, "dann müssen die Bürger selbst die richtigen Weichen stellen, indem sie von atomfreundlichen Energieanbietern zu umweltfreundlichen wechseln." Um den Wechsel zu erleichtern, führt die ÖDP in verschiedenen Orten sogenannte Stromwechsel-Partys durch. (Foto: Uli Stein /ödp Baden-Württemberg)