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Bauern wohin?

Wenn sich in den vergangenen Jahren Landwirte in kritischer Konkurrenz zum mächtigen Bauernverband neu organisiert haben, dann waren das mehrheitlich ökologisch motivierte Bauern, die – wie z.B. die ABL – die Zeichen der Zeit erkannt hatten und sich nicht mehr dem Dogma „Wachsen oder Weichen“ unterwerfen wollten.

Jetzt scheint sich eine Basisbewegung am Rande des Bauernverbandes (und teilweise auch gegen ihn) zu organisieren, die sich noch verbissener gegen ökologisch notwendige Veränderungen wehrt als das die etablierte Bauernlobby tut: Hinter der unauffälligen und auf den ersten Blick sympathischen Marke „Land schafft Verbindung“ und einer durchaus gediegenen Grundsatzerklärung des neuen Vereins verbirgt sich aber eine knallharte Opposition zur Naturschutzbewegung und zu den staatlichen Umweltbehörden. Düngeverordnung, strengere Tierhaltungsregeln und EU-Vorschläge für eine Halbierung des Pestizideinsatzes werden von „Land schafft Verbindung“ als Angriff auf die Bauern, nicht als Ausweg aus der Dauerkrise interpretiert.

Diese Haltung ist tragisch, weil es ohne eine ökologisch proaktive Landwirtschaft kein krisenfestes, lebensfreundliches und zukunftsfähiges Gemeinwesen geben kann. Das Festhalten an der fälschlich so genannten „konventionellen“ Wirtschaftsweise führt uns alle, vor allem aber die Landwirte selbst in eine gefährliche Sackgasse.

Bernhard Suttner


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