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Pressemitteilung

Baden-Württemberg schlechter als das "Bildungs-Schreckgespenst" Hamburg

Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse sicherstellen

Außenansicht Schule

Foto: ÖDP Baden-Württemberg / Matthias Dietrich

Laut dem aktuellen IQB-Bildungsbericht hat sich die Lesefähigkeit in Baden-Württemberg in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Auch beim Zuhören ist das Niveau massiv gesunken. Eike Zimpelmann, Vorsitzender des ÖDP-Arbeitskreises Bildungspolitik, kritisiert, dass in beiden Bereichen nahezu ein Fünftel aller Schülerinnen und Schüler nicht den Mindeststandard erreichten. Baden-Württemberg stehe damit schlechter da als das häufig als „Bildungs-Schreckgespenst“ bezeichnete Hamburg.

Zwar habe die Corona-Krise und der damit einhergehende Distanzunterricht durchaus einen Einfluss auf die Ergebnisse, die gesamte Verschlechterung lasse sich damit jedoch nicht erklären. Hinzu komme, dass eine Lehrkraft immer mehr Schülerinnen und Schüler unterrichten müsse, womit immer weniger Zeit pro Kind bleibt. Außerdem sei es ein großes Problem, wenn Kinder bei der Einschulung wenig oder gar kein Deutsch sprechen. „Das ist von den Lehrkräften schlichtweg nicht zu leisten und überfordert auch die Kinder“, so Eike Zimpelmann. „Mit Bildungsgerechtigkeit hat das nichts zu tun.“

Kinder dürften nicht ohne deutsche Sprachkenntnisse eingeschult werden, wenn diese sich vorher bereits mindestens ein Jahr in Deutschland aufgehalten hätten. Deshalb müsse, so der ÖDP-Sprecher, das letzte Kindergartenjahr verpflichtend werden. Zusätzlich müssten unterstützende Maßnahmen wie beispielsweise Eltern-Kind-Kurse für den Spracherwerb flächendeckend und kostenlos angeboten werden. Generell darf die deutsche Migrationspolitik nicht auf dem Rücken der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler ausgetragen werden und zu einer Überlastung des Schulwesens führen

Des Weiteren fordert die ÖDP bei eventuell notwendigen Schulschließungen zu prüfen, ob den Kindern zuhause auch ein vernünftiger Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Ansonsten müsse den Kindern trotz Schulschließung ein Raum angeboten werden, wo sie sich in Ruhe auf das Lernen konzentrieren können.

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