Pressemitteilung
Greift Audi in die US-Wahlen ein und schadet dem Standort Neckarsulm?
Die Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) kritisiert die Art und Weise, wie Audi einen möglichen Werkbau in den USA angekündigt hat.
Audi zwischen Deutschland und den USA: Die ÖDP Baden-Württemberg kritisiert die Ankündigung eines möglichen neuen US-Werks im Umfeld der amerikanischen Kongresswahlen und warnt vor Folgen für den Produktionsstandort Neckarsulm. (Symbolbild, ÖDP)
Der ÖDP-Landesvorsitzende Guido Klamt hält es für eine Einmischung von Audi zugunsten von US-Präsident Trump bei den Midterms, den Wahlen im November: "Wie kann Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlveranstaltung von Trump eine Ankündigung für ein neues Werk machen, dessen Bau vom Aufsichtsrat noch nicht einmal beschlossen wurde?" fragt Klamt. Der ÖDP-Politiker vermutet, dass Audi dadurch auf hohe Subventionen in den USA setzt. Deutsche Firmen in den USA sollten sich zur politischen Neutralität verpflichten, fordert Klamt.
Der ÖDP-Landesvorsitzende fürchtet auch wirtschaftliche Nachteile für den Audi-Standort Neckarsulm. Für deutsche Hersteller mit Werken in den USA könnte es zukünftig interessant werden, in den USA gebaute Autos nach Europa zu exportieren, da für diese Autos keine Zölle anfallen würden. Dadurch könnten in Audis Osteuropa-Werk Kapazitäten frei werden mit der Folge, dass dann Produktionsvolumen von Neckarsulm nach Osteuropa abwandern würden.
