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Kultur

Kultur fördern – Gesellschaftliche Vielfalt erlebbar machen.

Wer die ÖDP wählt, setzt sich für eine Kultur der Vielfalt und der Kunstfreiheit ein.

Kultur ist das Herz einer Gesellschaft, das in Vielfalt und Kreativität pulsiert. Sie bereichert das Leben u. a. durch Darstellendes Spiel, Malerei, Musik, Theater sowie Sprache und schafft so Räume für Dialog und Verständnis. Des Weiteren verbindet Kultur Menschen über Grenzen hinweg. Die finanzielle Ausstattung der Kulturstätten und die Arbeitsbedingungen der Kulturschaffenden entsprechen jedoch nicht der Bedeutung, welche die Kultur für die Gesellschaft hat bzw. haben sollte. Vielmehr scheint das Kulturschaffen gegenwärtig weitgehend wie ein Hobby von Idealisten zu sein, denen eine Aufwandsentschädigung zusteht. Hier bedarf es eines Umdenkens, sodass bei Sparmaßnahmen der Rotstift nicht an erster Stelle bei den Kulturstätten und Kulturschaffenden angesetzt wird.

Kulturförderung

Durch Förderung von Kunst, Bildung und kulturellen Projekten entstehen Räume für Kreativität und Innovationen, die die Gesellschaft bereichern.

Dieser Förderung kommt somit im Hinblick auf eine lebendige, vielfältige und dynamische Kulturszene und damit auch auf eine lebendige Gesellschaft eine wichtige Aufgabe zu. Das bedeutet auch, dass kulturelles Schaffen nicht in erster Linie nach wirtschaftlichen Kriterien bemessen werden darf.

Kultur ist wesentlicher Bestandteil von gesellschaftlichen Identitäten und des sozialen Zusammenhalts. Obwohl die Kultur in vielfacher Hinsicht eine Bereicherung der Gesellschaft darstellt, sind die Lebensund Arbeitsbedingungen der Kulturschaffenden oft erschwert. Die Arbeitsverträge sind oft befristet und schlechter als diejenigen des Öffentlichen Dienstes. Viele Kulturschaffende arbeiten auf Honorarbasis, bei schlechter sozialer Absicherung. Es ist darauf hinzuwirken, dass Benachteiligungen gegenüber anderen Berufsgruppen abgebaut werden.

Die ÖDP setzt sich ein für:

  • Weiterentwicklung und Erhalt von kulturellen Einrichtungen wie Museen, Theatern und Bibliotheken, die als Orte der Begegnung und des Austauschs dienen
  • Unterstützung unterschiedlicher Kunstformen und -stile, um eine breite Palette kultureller Ausdrucksformen zu gewährleisten
  • Berücksichtigung der Steigerung der Betriebsund Lebenshaltungskosten im Kulturetat des Landes
  • Faire Bezahlung, flexible, besser geregelte Arbeitszeiten und Zugang zu Ressourcen, die es Künstlern und Kulturschaffenden ermöglichen, ihre Projekte erfolgreich umzusetzen
  • Sicherstellung des Zugangs aller Menschen zu kulturellen Angeboten, unabhängig von ihrem sozialen oder wirtschaftlichen Hintergrund
  • Förderung von Bildungsprogrammen, die das Verständnis und die Wertschätzung von Kunst und Kultur in der Gesellschaft stärken Förderung des kulturellen Austauschs und der Zusammenarbeit über nationale Grenze

Geschlechtergerechte Sprache

Sprache und Kultur sind eng miteinander verbunden.

Sprache ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern eröffnet auch Einblicke in die Kultur und Denkweise einer Gesellschaft. Sprache prägt eine Gesellschaft und wird von der Gesellschaft geprägt.

Im Hinblick auf geschlechtergerechte Sprache hat die ÖDP eine gelassene und differenzierte Einstellung. Weder fordert die ÖDP sie grundsätzlich im öffentlichen oder staatlichen Bereich noch will sie sie grundsätzlich verbieten.

Sprache hat nicht nur die Aufgabe, alle Geschlechter abzubilden oder geschlechtsneutral zu sein, sondern sollte auch verständlich und leicht lesbar sein. Wenn also seitens öffentlicher oder staatlicher Einrichtungen geschlechtergerechte Sprache verwendet wird, sollte dies so geschehen, dass Verständlichkeit und Lesbarkeit nicht leiden.

Die ÖDP setzt sich ein für:

  • Sachlichen und differenzierten Umgang mit geschlechtergerechter Sprache in öffentlichen und staatlichen Einrichtungen
  • Weiterhin grundsätzliche Verwendung des „generischen Maskulinums“ in Rechtstexten und auf Verkehrsschildern (Beispiel: „Radfahrer absteigen!“)