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Pressemitteilung

Wahlerfolge der AfD sind ein Weckruf: Demokratie muss wieder näher an die Menschen

ÖDP Baden-Württemberg: Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen, Beteiligung stärken und Vertrauen zurückgewinnen.

Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind ein deutliches Signal. Die AfD ist in beiden Ländern zur stärksten politischen Kraft geworden. Gleichzeitig haben rund 78 Prozent der Wahlberechtigten an den Wahlen teilgenommen.

Für die ÖDP Baden-Württemberg stellt sich deshalb nicht allein die Frage, wie die AfD diese Stärke erreichen konnte. Viel wichtiger ist der Blick auf die Ursachen: Was erwarten die Menschen von Politik? Wo fühlen sie sich nicht ausreichend gehört? Welche Sorgen bestimmen ihren Alltag? Und wie kann Politik verlorenes Vertrauen zurückgewinnen?

„Diese Wahlergebnisse sollten uns aufrütteln. Viele Menschen erwarten von der Politik keine Sonntagsreden, sondern konkrete Antworten auf ihre Sorgen und Probleme. Wer die Menschen ernst nimmt, muss ihnen zuhören, sie beteiligen und ihre Interessen bei politischen Entscheidungen berücksichtigen.“, erklärt der Landesvorsitzende der ÖDP Baden-Württemberg, Guido Klamt.

Nicht über die Menschen reden – mit ihnen reden

Die ÖDP Baden-Württemberg warnt davor, die Wählerinnen und Wähler pauschal zu beurteilen oder ihre Motive auf einfache Erklärungen zu reduzieren. Hinter einer Wahlentscheidung stehen persönliche Erfahrungen, politische Überzeugungen und konkrete Erwartungen an die Zukunft.

Politik muss deshalb wieder stärker zuhören. Familien, Beschäftigte, Selbstständige und ältere Menschen erleben politische Entscheidungen unmittelbar in ihrem Alltag. Junge Menschen blicken zugleich auf ihre Zukunft und erwarten verlässliche Perspektiven.

Bürgerbeteiligung darf dabei nicht erst am Wahltag beginnen. Sie muss dauerhaft stattfinden – zwischen den Wahlen genauso wie während politischer Entscheidungsprozesse.

Guido Klamt: „Demokratie lebt nicht nur vom Stimmzettel. Sie lebt vom Mitmachen. Menschen wollen ihre Lebenswelt mitgestalten und bei wichtigen Entscheidungen gehört werden. Genau hier müssen wir ansetzen.“

Mehr Demokratie statt mehr Distanz

Aus Sicht der ÖDP braucht es deshalb einen neuen politischen Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern. Die Antwort auf Politikverdrossenheit darf nicht weniger Beteiligung sein. Sie muss vielmehr mehr Demokratie, mehr Transparenz und mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung bieten.

Die ÖDP steht für eine Politik, die ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit, nachhaltigem Wirtschaften und einer Stärkung der direkten Demokratie verbindet.

Dazu gehören aus Sicht der ÖDP unter anderem mehr direkte Demokratie, transparente Entscheidungsprozesse, verbindliche Bürgerbeteiligung bei wichtigen Vorhaben und eine Politik mit langfristiger Perspektive.

„Die Antwort auf Politikverdrossenheit kann nicht weniger Demokratie sein, sondern mehr Demokratie. Wir wollen Menschen nicht belehren, sondern beteiligen. Wir wollen nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden, sondern gemeinsam Lösungen entwickeln. Dafür steht die ÖDP.“, betont Guido Klamt.

Demokratie braucht Vertrauen

Die aktuellen Wahlergebnisse sollten alle demokratischen Kräfte aufrütteln. Eine lebendige Demokratie braucht mehr als funktionierende Institutionen und regelmäßige Wahlen. Sie braucht Vertrauen, Beteiligung, Transparenz und das Gefühl: Meine Stimme zählt. Meine Interessen werden gehört.

Die ÖDP Baden-Württemberg will ihren Beitrag dazu leisten. Sie setzt auf eine Politik des Zuhörens, auf mehr Bürgerbeteiligung und auf konkrete Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit.

Denn Demokratie bedeutet mehr als die Möglichkeit, alle paar Jahre einen Stimmzettel abzugeben. Demokratie bedeutet auch, gehört zu werden und die eigene Zukunft mitgestalten zu können.

Autor/in:
Guido Klamt
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