Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

Pressemitteilung

Mehr staatliche Betreuung – schlechteres PISA-Ergebnis?

„The same procedure as every year", so beschreibt der Landesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) Guido Klamt die Ergebnisse der neuesten PISA-Studie.

Bild:KI

Seit Jahren oder Jahrzehnten verschlechtern sich die Ergebnisse der Studie im Vergleich zu anderen Ländern. Diesmal waren die Ergebnisse so schlecht wie nie und jedes Mal kommt derselbe Tenor aus der Politik: Die Betreuung der Kinder sowie Schülerinnen und Schüler (SuS) in Kindergärten, Kitas oder Schulen müsse ausgebaut werden. Am besten wären eine Ganztagsbetreuung und weitere gezielte schulische Unterstützungsleistungen.

Diese einseitige Sichtweise kritisiert die ÖDP klar. Denn, so der ÖDP-Politiker, sei die eigentliche Motivation der Ganztagsbetreuung eine andere: Die Eltern sollten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, damit die Steuereinnahmen steigen. Das Wohl der Kinder und SuS trete dahinter zurück, erklärte Klamt. Die Leistung der SuS sei zu früheren Zeiten, als die Eltern noch die echte Verantwortung für die Erziehung hatten, besser gewesen. Die Schuld einseitig bei Migration, sozialen Unterschieden und sozialen Medien zu suchen, gehe nicht weit genug, so die ÖDP.

Auch wenn die Studie nun die Ergebnisse der 15-Jährigen bewerte, liege der Grundstein für die schlechten Ergebnisse bereits in den Kita- und Grundschulzeiten. Deshalb solle die Erziehung nicht immer weiter in die Schulen verlagert werden. Laut Grundgesetz liege die Erziehungspflicht eigentlich bei den Eltern. Allerdings müsse dann den Eltern auch die finanzielle Möglichkeit gegeben werden, Erziehung zu erfüllen, ohne ein Armutsrisiko einzugehen. Aus diesem Grund fordert die ÖDP ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt, um den Eltern die Wahlfreiheit zwischen Erziehung zu Hause oder Nutzung von Betreuungseinrichtungen zu ermöglichen. Dabei komme es bei der Betreuung in den frühen Kinderjahren nicht auf die Sprache an. Wer als Kleinkind familiäre Nähe erlebt und z.B. durch Vorlesen ein textliches Grundverständnis erhalten habe, werde später in der Schule weniger Probleme haben.

Wo die ÖDP mitgehen könne, sei ein Handyverbot an Schulen, so Klamt. Generell müsse der Nutzung der sozialen Medien in jungen Jahren ein Riegel vorgeschoben werden.

Autor/in:
Guido Klamt
Zurück